Fons Blavus Antiquariat


Hans-Günter Bilger

FONS BLAVUS

Reysmann, Theodor. FONS BLAVUS.
(Ulm: Johannes Grüner) [1531].

FONS BLAVUS ist eine Elegie auf den Blautopf und das Kloster Blaubeuren. Sie entstand 1530/31, als die Realistenburse der Universität Tübingen vor der Pest aus Tübingen nach Blaubeuren geflohen war.

Unter der Ägide des betagten Mathematikers und Astronomen Johannes Stöffler hatte man im Kloster Blaubeuren Zuflucht gefunden.

Mit dabei war der junge, aus Heidelberg stammende Melanchthonschüler Theodor Reysmann (Heidelberg um 1503 - 1543 Burg Neukastel bei Landau/Pfalz), der am 17. Oktober 1531 von König Ferdinand I. in Speier mit dem Dichterlorbeer gekrönt wurde.

In aufwändigen lateinischen Distichen beschreibt Reysmann auf 22 Seiten den merkwürdigen Blautopf, das Kloster Blaubeuren mit seinen verschiedenen Einrichtungen und auch die zauberhafte Lage der Stadt Blaubeuren in dem felsumkränzten Tal. Er gibt einen kulturhistorisch hochinteressanten Einblick in die Lebensgewohnheiten der Bevölkerung und liefert die erste und älteste Beschreibung der Hohle-Fels Höhle bei Schelklingen. Das Bändchen wurde 1531 in Ulm bei Johannes Grüner gedruckt.

Weltweit sind bisher drei Exemplare dieser Ausgabe bekannt: das hier Vorliegende, ein Exemplar in der Biblioteca Vaticana (Palatina) in Rom und ein leider Unvollständiges in der Universitätsbibliothek München.

 

 

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