Fons Blavus Antiquariat


Hans-Günter Bilger

FONS BLAVUS Antiquariat  -  Kataloge:

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Bauernkrieg - Zimmermann, Wilhelm.  Allgemeine Geschichte des großen Bauernkrieges. Nach handschriftlichen und gedruckten Quellen. Erster Theil (- 3. Theil) in einem Band. [1. Auflage]. Stuttgart: Köhler 1841-1843. XIV, 380 Seiten, 1 Seite Berichtigung, 1 Seite weiß; Titel, 336 Seiten; Titel, Seite 337 - Seite 908, 4 Seiten Verlags-Anzeigen. Farbschnitt. Sehr schöner, marmorierter Halblederband der Zeit mit vergoldetem Rückentitel und reichen, ornamentalen Rückengold- und Blind-Prägungen.

    € 600,-

Prachtvolles Exemplar der seltenen, ersten Ausgabe. [Balthasar Friedrich] Wilhelm Zimmermann (Stuttgart 1807-1887 Bad Mergentheim) entstammte einer alten Stuttgarter Weingärtnerfamilie. Bereits vor dem Eintritt in das Tübinger Stift war er zusammen mit Strauß und Vischer im Seminar Blaubeuren. Während seiner Zeit als Pfarrer in Dettingen/Urach entstand die Geschichte des großen Bauernkriegs, die ihn so berühmt machte, daß er selbst als Abgeordneter der Paulskirche als ‘Bauernkriegs-Zimmermann’ bezeichnet wurde.  Zimmermann war als Abgeordneter des Wahlkreises Hall-Gaildorf-Crailsheim in die deutsche Nationalversammlung in der Paulskirche gewählt worden. Er galt als der radikalste württembergische Abgeordnete, den Friedrich Engels unter die „Besten auf der äußersten Linken in Frankfurt“ rechnete. Er stellte den Kampf der Bauern um ihre alten und natürlichen Rechte und um eine gerechte Ordnung in Deutschland dar, wie es vorher nicht geschehen war. Es ergab sich eine großartig zusammengefügte Darstellung des ganzen Ablaufs in fesselnden Einzelbildern mit lebendiger Betrachtung. (Rapp in LBSF VI, S.266 ff.). Das Werk ruht auf ernsthaftem Quellstudium und ist das Ergebnis vieljähriger Arbeit. Zimmermann hatte die Akten und Urkunden fränkischer, schwäbischer, rheinischer, schweizerischer und elsäßischer Archive auf das sorgfältigste ausgewertet. Leider blieben ihm die bayerischen Archive verschlossen.  Zimmermanns aufwendig und exzellent recherchiertes Buch wurde nachmals zur Hauptquelle von G. Hauptmanns ‘Florian Geyer’ und beeinflußte Friedrich Engels, der später zum selben Thema veröffentlicht hatte. - Erfreulich wenig stockfleckiges, wenig beriebenes, sehr gutes Exemplar. (Heyd I, 815; Krauß II, 207; Slg. Borst 2011; Stammhammer I, 268).

[Kerner, Johann Georg].  Reise über den Sund. Tübingen: Cotta 1803. Titelblatt. 334 Seiten. Mit einer gefalteten Tabelle. Hübscher, gesprenkelter Halblederband der Zeit mit goldgeprägtem Rückentitel auf dunkelbraunem Rückenspaltleder und dezenter Rückenvergoldung.

 €  1200,-

Schönes Exemplar des anonym erschienenen Berichts in Briefform. J.G.Kerner (Ludwigsburg 1770-1812 Hamburg), der ältere Bruder von Justinus, studierte ab 1779 Medizin an der Hohen Karlsschule in Stuttgart. Nach der Promotion 1791 zog es ihn als überzeugten Jakobiner von einem Straßburger Studienaufenthalt weiter nach Paris, wo er mit Georg Forster, Adam Lux, Oelsner und Schlabrendorf verkehrte. Hier lernte er den im Dienst der Girondisten um Talleyrand stehenden K.F.Reinhard kennen, der, als französischer Gesandter der drei Hansestädte mit Sitz in Hamburg, Kerner von 1795-1801 zu seinem persönlichen Sekretär ernannte. Wie Reinhard von Napoleon enttäuscht, ließ sich Kerner in Hamburg nieder, wo er 1802 eine politische Wochenschrift „Der Nordstern“ gründete. Dieses Blatt wurde nach knapp fünf Monaten verboten, worauf er Hamburg fluchtartig verließ. „Ein mehrmonatlicher Aufenthalt im südlichen Schweden gewährte ihm die Anregung zu seinem gewandt geschriebenen und mit zahlreichen historisch-politischen Excursen“ (Wohlwill in ADB XV,642) ausgestatteten Buch „Reise über den Sund“. Nach weiteren medizinischen Studien in Kopenhagen gründete G.Kerner in Hamburg eine ärztliche Praxis, wo er sich sozialen Aufgaben widmete (Einführung der Impfung, Arzt des Armen- und Entbindungshauses). C.H.Pfaff, ebenfalls Karlsschüler und Arzt in Kiel, hatte Kerner in Hamburg mehrfach getroffen. In seinen Lebenserinnerungen (Kiel 1854, S.60) berichtet er: „Kerner’s äußere Erscheinung verrieth schon dem ersten Anblicke den ausgezeichneten thatkräftigen Mann. Seine Statur war von mittlerer Größe, aber von dem schönsten Ebenmaße. Seine dunkelbraunen Augen waren im leidenschaftslosen Zustande ruhig und der Blick schwermüthig; in der Aufregung der Leidenschaft, aber vor allem durch Politik erregt, wurden sie leuchtend, selbst flammend, aber mit einem melancholischen  Anfluge...“. - Einbanddecken und Rückenleder mit einigen kleinen Fehlstellen. Gelöschter Besitzeintrag auf dem Vorsatz. Neueres Exlibris am Spiegel. Frisches, nahezu fleckfreies, schönes Exemplar. - (Fischer Cotta I, 410; Engelmann 403 (irrtüml. „1800“); Schröder III,1911,5).

Kerner, Justinus, Arzt und Dichter (Ludwigsburg 1786-1862 Weinsberg).  Eigenhändiger Brief mit Unterschrift: „Justinus Kerner“. Datiert Weinsberg, 6. Oktober [18]52. 2 1/2 Seiten. Gefaltetes Doppelblatt an „Herzliebe Töchter“ in Basel. Links oben eingedrückt ist Kerners Prägestempel: „J.K“ unter einer Krone.

€ 1.100,-

Bisher unbekannter und unveröffentlichter Brief von Justinus Kerner an ungenannte, gute Bekannte in Basel. Kerner berichtet von Krankheiten, erwähnt seine ‘Seherin von Prevorst’ und ‘Der letzte Blüthenstrauß’, bestellt Grüße an mehrere Basler Bekannte. „Wir danken für euer Buch und noch einmal für die Freundlichkeit, mit der ihr uns in Basel aufgenommen. Wir hatten seit wir euch verlassen viel Jammer. Zu Hause trafen wir einen Enkel ... am Typhus an, auch ich bin kranker (!) als früher und meine Frau liegt im Augenblicke auch krank. Ich halte mein Versprechen, Ihnen die Seherin von Prevorst zu senden. Lesen Sie sie mit viel Liebe ... In Kurzem erscheint ‘Mein letzter Blüthenstrauß’. Sie können ihn in jeder Buchhandlung erhalten. Schaffen Sie sich ihn an und empfehlen Sie ihn anderen.“. ‘Die Seherin von Prevorst’ war 1829, der ‘Letzte Blüthenstrauß’ 1852 bei Cotta in Tübingen erschienen. Weiter erwähnt Kerner die Krankheit seines Enkels Hermann Niethammer und bestellt unter anderen Grüße an ‘Herrn Auberlen und Frau’. Das ist sehr wahrscheinlich Karl August Auberlen (Fellbach 1824 - 1864 Basel), der nach dem Studium der Theologie als Stiftler von 1851-1864 Professor der Theologie an der Universität Basel gewesen war. - Wohl wegen der Adressfaltung etwas knitterig. Vollständige Transkription liegt vor.

Die erste Mozart-Biographie in der ersten Auflage, vollständig mit dem Supplement-Band:

Regensburg - Jubel-Fest zum Religionsfrieden. Christliche Verordnung, Wie es bey dem instehenden Religions-Friedens-Jubel-Feste den 25. Sept[ember] 1755 in der des Heil[igen] Röm[ischen] Reichs Freyen Stadt Regenspurg Bey dem öffentlichen Gottesdienst in denen Evangelischen Kirchen, zum Lob und Dank Gottes, gehalten werden soll. Nebst beygefügtem Religions-Frieden. Regensburg 1755: Gebrüder Zunkel. 56 Seiten. Titelblatt mit Holzschnitt-Vignette. Mehrere barocke Zierstücke im Text. 3 1/2 unbeschnittene, unaufgeschnittene, gefaltete, lose Bogen. 8vo.

      € 160,-

Das 739 durch den heiligen Bonifatius begründete Bistum blieb auch nach Einführung der Reformation im Jahre 1528 katholischer Bischofsitz, so dass das katholische Bekenntnis in der freien Reichstadt vertreten blieb. Vorliegende Verordnung enthält die Abfolge der Gebetstexte und Lieder, die am 25. September 1755 zur 200jährigen Jubelfeier des Augsburger Religionsfriedens in den Evangelischen Kirchen Regensburgs gepredigt und gesungen werden sollen.  Als Anhang (Seite 33 bis Seite 56) ist der Text des Religions-Friedens, „extrahirt aus dem Reichs-Abschied, aufgerichtet zu Augspurg, den 25. Sept. 1555“ abgedruckt. - Heinrich Gottfried und Immanuel Zunckel waren in Regensburg als Ratsbuchdrucker, Buchhändler und Verleger bis 1756 gemeinsam als „Gebrüder Zunckel“ tätig. Heinrich Gottfried Zunckel hatte die Druckerei von seinem Vorgänger, Johann Caspar Memmel, dessen Witwe er 1741 heiratete, übernommen. (Paisey: Dt. Buchdrucker 1701-1750, Seite 298). - Originale, gefaltete Rohbogen. Nicht gebunden, aber so vollständig.. Stellenweise schwach stockfleckig und etwas gebräunt.

Reitkunst - Leischner, C[arl] F[erdinand]. Lehrer der Reitkunst. Taschenbuch zur Selbsterlernung der Reitkunst für Freunde derselben. Leipzig: Kollmann 1826. Gestochener Titel mit hübscher Pferdekopf-Vignette, 128 Seiten. Schlichter Pappband der Zeit mit abgeblättertem Rückenschild.  Kl.-8vo.

        €  95,-

„Aufgefordert durch mehrere meiner Scholaren, habe ich dieses Werk in der angenehmen Hoffnung geschrieben, daß es dem Bedürfnisse, welches die Literatur an einem deutlichen und wohlfeilen Werk zum Selbstuntericht in der Reitkunst hat, abhelfen, und der zahlreichen Classe der Liebhaber des Reitens eine kurzgefaßte Uebersicht aller Regeln der Reitkunst seyn soll.“ (Aus dem Vorwort). Das Werk ist in 20 Kapitel eingeteilt, wie z.B.: „Vom Sattel und Zaum“, „Vom Sitz zu Pferde“, „Vom Pariren (!) im Schritt und Trab“, „Vom Galopp“,  „Von den Unarten der Pferde“ und andere. - C. F. Leischner (geb 1799 in Königsbrück) war Kaufmann in Prettin und in Leipzig als Reitlehrer tätig gewesen. (Hamberger/Meusel: Das gelehrte Teutschland Band 23). - Teils gebräunt, stock- und feuchtfleckig. Einband fleckig, berieben und bestoßen. Stärkerer Fleck auf dem Rückendeckel auf die letzten zwei Blätter durchschlagend. Das hintere, fliegende Vorsatzblatt entfernt.

Schubert, Gotthilf Heinrich von.  Die Geschichte der Seele. Nebst acht (eine koloriert) lithographirten Tafeln. Dritte Auflage. Stuttgart, Tübingen: Cotta 1839. XXVI, 971 Seiten, letzte Seite weiß. Acht Tafeln mit anatomischen, lithographierten Abbildungen. Lesebändchen. Farbig marmorierte Vorsätze. Farbiger Marmorschnitt. Schöner, marmorierter Halblederband der Zeit mit prächtiger Romantiker-Rückengoldprägung und goldgeprägtem Rückentitel. Lederecken.

€ 190,-

Wissenschaftliches Hauptwerk des Naturphilosophen der Romantik in einem prächtigen, zeitgenössischen Halblederband. Das umfangreiche Werk liefert wichtige Grundgedanken zur Psychoanalye und Psychopathologie. Schubert selbst hatte es als das Hauptwerk seiner wissenschaftlichen Tätigkeit bezeichnet. Die erste Auflage war 1830 ebenfalls in Tübingen bei Cotta erschienen. - Gotthilf Heinrich von Schubert (Hohenstein 1780 - 1860 in Laufzorn bei München) ließ sich nach dem Studium der Medizin als praktizierender Arzt in Altenburg (Thüringen) nieder. Er gab seine Praxis allerdings auf und widmete sich in Dresden einer freien wissenschaftlichen Tätigkeit. 1809 wurde er Direktor der Realschule in Nürnberg, 1816 Erzieher der Kinder des Großherzogs Ludwig von Mecklenburg-Schwerin in Ludwigslust. Er hielt vielbeachtete Vorträge über die Nachtseiten der Naturwissenschaft (animalischer Magnetismus, Hellsehen, Träume). 1819 bekam er in Erlangen einen Lehrstuhl für Naturgeschichte. Er las dort unter anderem über Botanik, Geognosie, Mineralogie und Forstwissenschaften. Er erhielt 1827 eine Ruf als Professor für Allgemeine Naturgeschichte an die Universität in München. - Sehr gutes, nur sehr vereinzelt schwach stockfleckiges (erste und letzte Lagen etwas stärker) Exemplar. - (ADB XXXII, 634; Hirsch/Hübotter V, 149; Ziegenfuß II, 493).

Württembergische Gartenkunst:

1795
1796
1797
1798
1799
1802
1805
1806
Eisernes Haus
Großes Schweizer Haus
Sibillen Tempel
Spielhaus
Römische Bäder
Wasserfall

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Schöne und wertvolle Bücher. Katalog mit 120 Büchern:

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