Fons Blavus Antiquariat


Hans-Günter Bilger

Elsbeth, Thomas. Neapolitanum Francum. (1): Selectissimae & novae CANTIONES SACRAE, VULGO MOTECTA APPELLATAE... Sex vocum. (2): Newe Geistliche / zu Christlicher andacht bewegende Lieder. Mit fünff Stimmen fleissig Componiret vnd gesetzt. (3): Newe Ausserlesene Weltliche Lieder / zuuor niemals in Druck ausgangen. Mit fünff Stimmen fleissig Componiret vnd gesetzt. Drei Teile in einem Band gebunden. [Erste Auflagen]. Frankfurt an der Oder: Hartmann 1599-1600. 20; 16; 24 nnum. Blätter. Insgesamt 109 Seiten mit Noten im Typendruck und mit den unterlegten Liedtexten. Mit gefärbtem, bedrucktem Pergament-Makulaturblatt bezogener Pappband im zeitgenössischen, unveränderten Originalzustand auf drei durchgezogenen Bünden. Quer-4to.

 

     €  8700,-

Prachtvoll erhaltener Notendruck des späten 16.Jahrhunderts mit 88 Liedkompositionen. Die Teile 2 und 3 nicht in den Online-Beständen deutschsprachiger Bibliotheken. Zu (1): Datiert: 1600. Titelblatt mit Holzschnitt-Vignette: QVINTA VOX, Widmung, 37 nichtpag. Seiten Noten mit 26 Liedkompostitionen lateinisch(22)/deutsch(4); Zu (2): Datiert 1599. Titelblatt mit HSchn.-Vignette: VAGANS. Widmung an den Rat der Stadt Breslau. Widmungsgedicht von Andreas Birner, Lehrer in Brieg/Schlesien. 28 nichtpag. Seiten Noten mit 26 deutschen Liedern. Register; Zu (3): Datiert 1599. Titelblatt mit HSchn.-Vignette: QVINTA VOX. Widmung für die ‘Zunfft der Krätschmer’ [Schankwirte] in Breslau. Widmungsgedicht von dem Poeta laureatus Tobias Aleutner aus Leobschütz/Schlesien. 44 nichtpag. Seiten Noten mit 35 deutschen und einem lateinischen Lied. Register. Jeder Liedbeginn geschmückt mit einer großen Holzschnitt-Initiale. Zwei der Sammlungen also mit der QUINTA VOX, der Fünften Stimme, eine Sammlung mit „VAGANS“. Der Vagans des fünfstimmigen Satzes, ist quasi der Lückenbüßer, der die ihm von den anderen Stimmen freigelassenen Intervalle ausfüllt, und bei den Klauseln meistens auf der Terz oder Quinte endigt. - Thomas Elsbeth (Neustadt an der Saale um 1555 - nach 1624 Jauer/Schlesien) hatte sehr wahrscheinlich in Frankfurt/Oder studiert.  „Da sein erstes Werk „Newe geistliche Lieder“ zu 5 Stimmen (Frankfurt/Oder 1599) dem Breslauer Rat gewidmet ist und in der Vorrede die Verhältnisse in Stadt und Kirchen rühmt, muss Elsbeth vordem schon lebendige Beziehung daselbst gepflogen haben. Seine kompositorische Tätigkeit ist reichhaltig, fast ausschließlich kirchenmusikalischer Art und lässt die Ausübung des Kantorenamtes erkennen. Das Werk ist noch nicht eigentlich erforscht, seine Bedeutung vermutlich größer, als die spärlichen Nachrichten erkennen lassen“. (Dt. Biographie IV, 463). - Durchgehend papierbedingt gebräunt. Einriss im Fußsteg eines Blattes fachgerecht hinterlegt. Rücken mit kleinen Fehlstellen und etwas aufgehellt. Schönes Exemplar dieser echten Rarität. (ADB VI, 62; MGG III, 1311 ff.; Nicht im VD 17, nicht im VD 16).

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